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Die Jahrbücher erscheinen in verschiedenen Sprachen und enthalten eine Auswahl der wichtigsten Beiträge, die im Laufe des vorangegangenen Jahres im International Journal of Psychoanalysis, der führenden Zeitschrift im Bereich der Psychoanalyse, publiziert wurden.

Das International Journal of Psychoanalysis (IJPA) (Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse) wurde 1920 von Ernest Jones entsprechend Sigmund Freuds Weisungen gegründet. Die  Zeitschrift, in der die Auswahl der Beiträge vollständig auf der Basis von kollegialen Entscheidungen getroffen wird, erscheint sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember). Es ist die einzige psychoanalytische Zeitschrift, die regelmäßig umfassende Beiträge von Autoren aus der ganzen Welt veröffentlicht – was möglich wird durch ein System von internationalen Herausgeberbeiräten und durch den Grundsatz, die Einreichung und Bewertung in allen wichtigen europäischen Sprachen zu ermöglichen. Auch die anschließende Übersetzung der ausgewählten Beiträge geschieht auf Kosten des International Journal of Psychoanalysis.

Herausgeberbeiräte der Jahrbücher: Jedes Jahrbuch hat seinen eigenen Beirat, der in der Regel aus einem Herausgeber, einem Sekretär und mehreren weiteren Mitgliedern besteht. Die Aufgabe des Beirates ist es, unter Berücksichtigung der Leserschaft des jeweiligen Landes Beiträge auszuwählen. Die meisten Übersetzer sind in eigener Praxis niedergelassene Analytiker und gehören zu den jeweiligen Fachgesellschaften der von Freud 1910 gegründeten Internationalen Gesellschaft für Psychoanalyse. Sie übersetzen die Texte auf ehrenamtlicher Basis und in möglichst engem Austausch mit dem Autor des jeweiligen Beitrags.

Muttersprache und Psychoanalyse: Die Jahrbücher geben dem Leser die Möglichkeit, verschiedene psychoanalytische Ansätze in der eigenen Muttersprache kennenzulernen. Die Erfahrung zeigt ferner, daß die Möglichkeit, einen Beitrag in der eigenen Sprache lesen zu können, es selbst Kollegen, die über gute Kenntnisse der englischen Sprache verfügen, erleichtert, den Text zu verstehen und über ihn nachdenken zu können.

Förderung des internationalen Austausches: Der besondere Wert, herausragende Beiträge in den Jahrbüchern zu publizieren liegt darin, daß hierdurch auch KollegInnen, deren Muttersprache nicht englisch ist, sich mit fremden psychoanalytischen Ansätzen zu befassen. Auf diese Weise erweitern sie die Leserschaft des International Journal of Psychoanalysis und fördern den internationalen Austausch zwischen unterschiedlichen psychoanalytischen Kulturen.

Zu Fragen der Übersetzung: Auf internationalen Kongressen machen wir die Erfahrung, daß Übersetzungen eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Psychoanalytikern spielen. Die Tatsache, daß die meisten unserer Übersetzer praktizierende Analytiker sind - und von daher täglich mit den terminologischen und konzeptionellen Fragestellungen beschäftigt sind, welche die große Bandbreite von Sprachen, Stilen und Kulturen der zeitgenössischen Psychoanalyse aufwirft –, gibt diesem Austausch seinen ganz speziellen Wert.

Nilüfer Erdem
Chefherausgeberin der European Annuals of Psychoanalysis